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4.Juni
2013

Sebastian Fitzek – Der Nachtwandler

Benjamin Jendro

Fitzek - Der NachtwandlerSebastian Fitzek ist den Kennern der Thrillerwelt durchaus ein geläufiger Name. Selbst, wenn man den Autor nicht seit seinem Debüt „Die Therapie“ treu begleitet hat, erliegt man sofort der hohen Anziehungskraft, die jedes seiner Werke auf den Leser oder in diesem Fall auch Zuhörer ausstrahlt. Immer wieder konstruiert der Berliner neue kranke Charaktere, um sie nicht nur besonders skrupellos morden zu lassen, sondern sie auch irgendwie als besonderes Artefakt der menschlichen Abgründe darzustellen. Neben seinen eigenen Romanen hat er es zuletzt gemeinsam mit Rechtsmediziner Tsokos versucht. Auch dabei konnte Fitzek überzeugen. Klar, dass das dann auch beim aktuellen Werk „Der Nachtwandler“ so sein musste

Bemitleidenswerter Übeltäter?

Bei bisher keinem Stück von Fitzek hatte man den Ansatz eines Mitgefühls mit dem psychopathisch Veranlagten, der irgendwie stets mit dem Titel in Verbindung gebracht werden musste. Bei Leon Nader ist das anders. Insofern erleben wir auch eine ganz neue Seite an Fitzek. Mit Nader fühlt man mit, wenngleich man schnell merkt, dass er etwas zu verbergen hat. Früh im Leben wird er von Schlafstörungen geplagt. Dagegen hat man ihm zahlreiche Medikamente verschrieben. Da er auf diese selten ansprang und einige Nächte in wahren Gewaltanfällen endeten, kam er in psychische Behandlung. Diese konnte ihn heilen. Zumindest denkt Nader das.

Mysteriöse Nächte

Jahrelang schien die alte Krankheit wirklich besiegt. Nun jedoch geht nachts etwas Mysteriöses vor sich. Nader weist eigenartige Kratzspuren am Körper auf, ohne sich an die Art der Herkunft zu erinnern. Zudem wird seine Frau seit einigen Tagen vermisst, was das Ganze nicht gerade unkomplizierter macht. Zur Beruhigung der eigenen Nerven schnallt er sich eine Kamera um den Kopf, die das nächtliche Treiben dokumentieren soll. Sowohl das, was wir in der Folge zu hören bekommen als auch die Stimme des Hörbuchinterpreten Simon Jäger tragen dazu bei, dass die ganze Geschichte nur noch einen ganzen Tick schauriger wird.

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