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7.Januar
2014

Sebastian Fitzek – Noah

Benjamin Jendro

Fitzek - NoahInnerhalb dieses Blogs war Sebastian Fitzek schon des Öfteren thematischer Gegenstand unserer Betrachtung. So soll es auch heute sein. Mit Noah wählt der Berliner Thrillerautor eine biblische Figur zu seinem Werktitel. Im Plot hingegen wird es aber so gar nicht biblisch. Vielmehr sucht ein Mann nach seiner eigenen Identität. Obwohl die Geschichte rein oberflächlich betrachtet nicht so ganz ins bisherige Repertoire von Fitzek zu passen scheint, muss doch auch der literarische Laie erkennen, welches Psychospiel uns da vorgelegt wird. Es ist zwar keine psychopathischer Killer unterwegs, dafür aber wird die Psyche des Hauptprotagonisten und aller Zuhörer mehr als nur auf die Probe gestellt.

Noah sucht nach sich selbst

432 Minuten lang ist das von Simon Jäger brillant gesprochene Hörbuch. Es ist mehr eine Art Verschwörungsthriller als die typische Szenerie, die Fitzek sonst aufbietet. Bevor wir aber das ganze Ausmaß des Erzählten durchblicken, begleiten wir erst einmal einen Obdachlosen, der nichts über seine Vergangenheit weiß. Man nennt ihn „Noah“, weil eine Tätowierung an seiner Handfläche eben jenen Schriftzug trägt. Auf der Suche nach seiner eigenen Historie durchstreift „Noah“ die Straßen der Hauptstadt, von denen der Autor standesgemäß jede Gasse aus dem Effeff beschreiben kann. Puzzleartig setzt sich dabei eine Story zusammen, deren Folgen nicht nur für „Noah“ selbst immense Auswirkungen tragen.

Noah – Ein weiterer Bestseller

Natürlich ist Fitzeks neuer Thriller in Windeseile vielfach verkauft worden. Der Mann weiß einfach, wie er Leute begeistern und unterhalten kann. In den kommenden Monaten wird er mit dem neuen Stück auch durch das Land touren, zig Tausende werden seinen Vorlesungen beiwohnen. Sicherlich bedient sich der Schriftsteller an bekannten Elementen – ein Mann, der sein Gedächtnis verloren hat, ist wahrlich nicht zum ersten Mal Ausgangspunkt eines spannenden Werkes. Fitzek aber schafft es mit „Noah“ einmal mehr zum Marionettenspieler, der ganz bewusst und äußerst beliebig mit den Nerven all seiner Leser und Zuhörer spielt.

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