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3.September
2013

Steinbrück oder Merkel?

Benjamin Jendro

Steinbrück oder MerkelAm vergangenen Sonntag verfolgten rund 20 Millionen auf einem der vier ausstrahlenden Sender das Kanzlerduell zur Bundestagswahl am 22. September. Das ist in etwa jeder vierte Bundesbürger. Wenn man beachtet, dass einige zu dieser Zeit bereits das Bettchen hüten sollten, ist das schon eine immense Zahl. Was aber hat dieses Duell der zwei Hauptakteure im Wahlkampf 2013 bewirkt, was bleibt hängen? Zum einen sicherlich, dass man den Kandidaten Steinbrück nun auch als solchen bezeichnen kann. Der gewohnt brillante Redner wirkte meist souverän und erntete Zuspruch. Frau Merkel, bei der für viele längst feststeht, dass sie in eine weitere Regierungsperiode geht, gab sich aber letztlich keine Blöße und scheint noch immer der klare Favorit. Klarheit wird am Ende eh erst die Wahl am 22.09 schaffen. Bis dahin empfiehlt es sich, bei „Steinbrück oder Merkel?“ mal genau zu lauschen, wer die eigene Meinung eigentlich am besten vertritt.

Keine Propaganda, sondern einfache Kandidatenvorstellungen

Das Tolle an dem Werk, das Martin Harbauer eingesprochen hat, ist, dass es informiert. Keinesfalls wird eine abschließende Positionierung zu einem Kandidaten vorgenommen, keine politisch bedeutsame Entscheidung vorgegeben. Die bloße Gegenüberstellung derjenigen, die uns durch die nächsten vier Jahre führen, wird hier angeführt. Autor Uwe-Karsten Heye vertritt dabei die Haltung der momentanen Opposition und erklärt stichhaltige Argumente, warum Peer Steinbrück Deutschlands beste Zukunft darstellt. Ebenfalls fundiert agiert Hugo Müller-Vogg, der konservativ für Frau Merkel argumentiert.

Themen, die bedeutend sind

Anhand von 50 Stichworten aus dem aktuellen politischen Geschehen erhält der Zuhörer so ein sehr umfassendes Bild der beiden Kandidaten. Themen wie die Lösung der Krise in Griechenland und ihre Folgen für den deutschen Steuerzahler werden hier nicht nur mit hohlen Phrasen gefüllt, sondern ernsthaft thematisiert. Auch die entscheidenden Bereiche Energiewende, Bankenpleite und Pflegereform werden problematisiert. Abgerundet wird das Werk durch informative Portraits einzelner anderer wichtiger Akteure wie Sigmar Gabriel, Horst Seehofer oder Ursula von der Leyen.

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