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25.Januar
2012

Stephen King – Der Anschlag

Benjamin Jendro

Der Großmeister des Horrors und weltweit gefeierter Bestseller-Autor Stephen King bringt mit seinem neuen Werk „Der Anschlag“ wieder einmal frischen Wind in die Buchregale. Hier thematisiert er die Möglichkeit, mithilfe von Zeitreisen den Verlauf den geschichtlichen Ereignissen zu verändern und beweist dabei einmal mehr sein großes Talent für ausgefallene Erzählweisen und unterschiedliche Handlungsebenen. Der Leser wird dabei ganz bewusst selbst angesprochen, wie er mit der Möglichkeit einer Zeitreise umgehen würde. Wäre es die Nachforschung in der eigenen Vergangenheit oder würde man eher historische Ereignisse live miterleben und vielleicht sogar verändern wollen?

Um Zweiteres dreht es sich in Kings neuem Werk, denn der Hauptprotagonist Jake Epping soll nichts Geringeres tun, als das Attentat auf den damaligen Präsidenten John F. Kennedy zu verhindern. Hierzu wird er mehr oder weniger unfreiwillig ins Jahr 1958, fünf Jahre vor dem Anschlag, zurück geschickt und trifft hier nicht nur auf Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, sondern auch auf die schöne Bibliothekarin Sadie, in die er sich prompt verliebt.

Stephen King stellt in seinem Buch besonders die Frage, ob es dem Menschen überhaupt zusteht, die Vergangenheit ändern zu dürfen. Denn selbst wenn die technischen Möglichkeiten irgendwann einmal gegeben sein sollten, wären die Folgen solcher Handlungen extrem weitreichend und kaum vorhersehbar. Auch Jake zweifelt im Verlauf der Handlung immer häufiger an der Richtigkeit seiner Mission und muss schließlich feststellen, dass sich nicht nur sein Gewissen gegen ihn richtet, sondern offensichtlich auch die Zeit selbst etwas dagegen hat, dass die Vergangenheit beeinflusst wird.

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