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13.Juli
2009

Stieg Larsson – Verdammnis

Benjamin Jendro

VerdammnisHolla die Waldfee sag ich da nur. Ich bin ja bisher nicht so der Krimileser gewesen. Nicht das ich sie kategorisch ausgeschlossen hätte, es waren nur meist andere Bücher interessanter. Ich habe dann vor einer Weile der ersten Teil der Larsson-Tiologie, Verblendung, gelesen und war hin und weg. So viel Spannung und mitreißende Story hatte mich tatsächlich geplättet. Schön, dass es da einen Nachfolger mit Verdammnis gibt.

Auch hier treffen wir alte Bekannte wieder, im Vordergrund Lisbeth Salander und Mikael, „Kalle“ Blomkvist. Auch dieses Mal gilt es ein Verbrechen zu klären, das mit Mädchenhandel zu tun hat. Ich will gar nicht so viel verraten, denn das kann man in anderen Foren lesen, oder aber auf dem Buchrücken. „All das Böse“ rückt jedoch mehr und mehr in den Fokus.

Das Buch fängt geschmeidig, fast unwillkürlich an und lebt von Seite zu Seite. Es generiert noch keine übermäßige Spannung, aber ein fortlaufendes Interesse an der Handlung. Dann passiert alles Schlag auf Schlag und man will das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Über 20 Seiten im Mittelteil wiederholten sich für meinen Geschmack zu viele Dinge, aber ansonsten ist das Buch grandios. Viele Fäden gekonnt in einem fulminanten Finale zusammen gesponnen, das zwar nicht unbedingt alltäglich und realistisch ist, jedoch zu gefallen und überzeugen weiß. Traurig wird einem nur um Herz zumute, wenn man bedenkt, dass ein solch begnadeter Journalist und Autor wie Larsson aufgrund seines Todes nie wieder neue Geschichten schreiben wird.

Auf jeden Fall zuerst Verblendung lesen, sonst tut man sich mit einem Quereinstieg keinen Gefallen und erfährt in der Fortsetzung zu viele Dinge.

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