Sie kennen CSI, wissen was eine anthropologische Forensikerin ist und sind ein Fan von Tempe Brennan? Dann wird ihnen die Totenleserin Adelia auch gefallen. Wir befinden uns im Jahr 1171, Cambridge England. König Henry II hat ein „kleines“ Problem. Ihm werden , so mir nichts dir nichts, drei Kinderleichen serviert und der Mob, also die Leute, schreit nach der Vergeltung und will einen Schuldigen richten. Dieser Schuldige ist auch schnell gefunden, die Juden sind ja gerne mal Opfer von Anfeindungen. Doch Henry II will ein Pogrom verhindern, bringen ihm die Steuern der Juden doch einiges Geld in die Staatskasse. Also muss es eine mittelalterliche „CSI-Truppe“ richten.
DNA-Analysen, und Verbrecherdatenbanken stehen hier natürlich nicht zur Verfügung und selbst eine Verständlichkeit wie Fingerabdrücke sind noch nicht erfunden und so muss sich das Team um die Totenleserin (wir würden heute wohl Forensikerin sagen) anderen Hilfsmitteln bedienen, um dem Täter auf die Spur zu kommen.
Der Roman ist nicht unbedingt ein authentisches Werk historischer Begebenheiten und will es auch nicht sein. Keine angestaubte Sprache, sondern freche Dialoge beleben den Historienkrimi. Es ist natürlich Geschmackssache, doch wer sich auf dieses Abenteuer mit seinen kleinen Unzulänglichkeiten einlässt, wird gut unterhalten und findet ein ansprechendes Erstlingswerk von Ariana Franklin.
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