Ferdinand von Schirach ist eigentlich Jurist. Einer dieser vermeintlichen Rechtsverdreher mit ihrem ganz eigenen Verständnis von Deutsch als Sprache. Man möchte meinen ein Buch von einer solchen Person ist unverständlich, witzlos und trocken. Stattdessen überrascht der Autor mit einem kühlen, gar sachlichen Ton (das ist noch nicht unverständlich), der in Kombination mit den Kurzgeschichten perfekt harmoniert. Dazu muss man wissen, dass es sich bei den Kurzgeschichten in dem Hörbuch Verbrechen um wahre Fälle handelt, die der Anwalt in seiner Kanzlei tatsächlich erlebt hat – sein persönlicher Krimi.
11 Geschichten von Menschen die einem hätten nahe stehen können und denen man das Böse nicht sofort ansieht. Geschichten in denen sich die menschlichen Abgründe auftun und die wegen ihrer realen Herkunft damit umso beängstigender sind. Der nüchterne aber präzise Stil des Autors, gleicht einem Chirurgen bei der Arbeit, der mit ruhiger Hand und Skalpell die Aorta bei der Herztransplantation durchtrennt. Keine Spur von Nervosität, obwohl hier ein Leben am seidenen Faden hängt. Die Wendungen in den Kurzgeschichten sind unvorhersehbar und machen das Buch somit unglaublich spannend und zu einem wahren Krimi. Keine gleicht der anderen und die Ambivalenz der Charaktere ist eindringlich und für den Leser ganz besonders interessant.
Storys die berühren und einem manchmal den Atem verschlagen. Es ist der Einblick in Leben, die man so wohl nur aus Hollywood Filmen kennt und womöglich auch nicht in Wirklichkeit erfahren möchte.

Ein Zitat, dass man erst mal sacken lassen muss. Es beschreibt hervorragend die Situation in dem Buch:
Holla die Waldfee sag ich da nur. Ich bin ja bisher nicht so der Krimileser gewesen. Nicht das ich sie kategorisch ausgeschlossen hätte, es waren nur meist andere Bücher interessanter. Ich habe dann vor einer Weile der ersten Teil der
Wie stellt man sich eine Geschichte vor, die vom Tod erzählt wird? Blutrünstig, kalt und niederträchtig vielleicht? 
Was kommt ihnen in den Kopf, wenn sie die zehn besten Tage ihres Lebens beschreiben müssten. Fällt es ihnen leicht, oder geraten sie schon nach drei, vier Tagen ins Stoclen? Genau mit dieser Aufgabe sieht sich Alex konfrontiert, die kurz zuvor von einem Mini Cooper postwendend in den Himmel, genauer gesagt den siebten Himmel, befördert wurde.