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1.Juni
2012

Terry Pratchett – Alles Sense

Benjamin Jendro

Hörbuchcover "Alles Sense"Alles Sense“ ist ein kurioses Fantasyvergnügen, wie es selten veröffentlicht wird. Terry Pratchett erzählt nicht von sagenhaften Abenteuern, sondern von abnormen Persönlichkeiten, deren Geschichten immer wieder zum Lachen verführen. Was passiert, wenn der Tod arbeitslos wird oder ein Zauberer nicht wie vorhergesagt stirbt, obwohl er doch eigentlich bereit wäre? Dem geht Pratchett frei von konventionellen Vorstellungen auf dem Grund und unterhält prächtig dabei.

Windle Poons, seines Zeichen Zauberer, hat ein Problem: Das Dasein des Zauberers hat den unbestrittenen Vorteil, seinen Todestag zu kennen. Seine Vorbereitungen hatte er gut getroffen. Seine Freunde waren informiert und auch die obligatorische Bürokratie hatte er hinter sich gebracht. Dumm nur, wenn der versprochene Todesschlaf nur eine Nacht anhält. Windle Poons erwacht und befindet sich leider nicht im Paradies, sondern im bereits weitervermieteten alten Zimmer, das er bis dato bewohnt hatte. Der Campus der Unsichtbaren Universität hat in diesem Moment allerdings ganz andere Sorgen als einen halbtoten Zauberer. Alles verschlingende Komposthaufen erscheinen aus dem Nichts auf dem Gelände und machen den Bewohnern das Leben schwer. Erzkanzler Ridcully, der Dekan und der Quästor suchen fieberhaft nach einer Lösung während anderenorts der Tod auf Arbeitssuche geht. Dieser wurde nämlich vom Dienst suspendiert und sitzt jetzt im selben Boot wie alle Menschen. Auch sein Leben ist nun vergänglich. So ist er angehalten, die restliche Zeit bestmöglich zu nutzen. Aufgrund seiner Vorkenntnisse im Umgang mit der Sense wird er auf einer Farm als Erntehelfer eingestellt. Es ist zwar sehr ungewöhnlich, dass er jeden Halm einzeln mäht, aber die Effizienz überzeugt trotzdem. Nachdem der neue Tod ihn besucht und sich als selbstherrlich und arrogant darstellt, entscheidet er sich dazu, um seine alte Position zu kämpfen.

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