...entführen dich in eine andere Welt

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2.April
2010

Voyeur – Simon Beckett

Benjamin Jendro

Voyeur – Simon BeckettWer schon die David-Hunter-Reihe mit “Chemie des Todes”, “Kalte Asche” oder “Leichenblässe” gelesen hat, der sollte sich klar machen, dass man diese Bücher keinesfalls mit Voyeur vergleichen sollte. Es führt nur zu einer dicken Enttäuschung und ist auch nicht angebracht. “Voyeur” ist Becketts Erstlingswerk und in einem völlig anderen Stil geschrieben. Anstatt auf knallharten Thriller, mit anthropologischer Forensik, setzt der Autor auf Erotik gepaart mit Krimiaspekten.

Galerist Donald ist mit seiner eigenen Welt ganz zufrieden. Von Sex als Akt hält er nicht sonderlich viel, dafür bereitet ihm das Zuschauen umso mehr Freude. Das ändert sich ein wenig, als seine Assistentin Anna sich für ein Date mit ihrem Freund Marty noch in der Galerie vor einem Spiegel umzieht. Donald erhascht einige Blicke und wird davon völlig eingenommen. Irgendetwas hat Anna in ihm entfesselt und so begehrt er sie fortan mit einer anhaltenden Obsession.

Natürlich stört Marty in dieser Konstellation und so beauftragt Donald Zeppo, der die beiden mit aller Macht und wenig Rücksicht auseinanderbringen soll. Was eher harmlos anfängt, spitzt sich so immer weiter zu und gerät irgendwann völlig außer Kontrolle, bis Marty auch tatsächlich verschwindet. Nur wieso? Die Polizei soll ermitteln und gerät auf die Spur der beiden.

Spannender Erotikkrimi, den man so von Beckett sicher nicht erwartet hätte.

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