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25.November
2011

Walter Isaacson: Steve Jobs

Benjamin Jendro

Manche verehrten ihn, andere wollten ihm keinesfalls über den Weg laufen, geschweige denn mit ihm Fahrstuhl fahren. Denn es konnte sein, dass er sie umgehend feuerte. Die Rede ist von Steve Jobs. Jenem Genie, das uns den Apple, den iPod, das iPhone und das iPad bescherte, obwohl er selbst wohl keines dieser Geräte je hätte selbst bauen noch programmieren können. Er war ein Künstler, ein Visionär, jemand, der den roten Faden sieht und alles zusammenfügt.

Die Biographie von Walter Isaacson: Steve Jobs erzählt die Geschichte eines Mannes, der wohl nach heutigem Kenntnisstand das Borderline-Syndrom hatte. Jemand, der zugleich tiefromantisch und mitfühlend sein kann, nur um im nächsten Moment vollkommen ignorant und kontrollsüchtig zu sein. Jemand, der Kunst liebte und die Einfachheit seiner Produkte preiste. Der Menschen etwas vollkommen Intuitives bieten wollte und andererseits als Millionär nicht die Alimente für seine Tochter zahlen mochte. Er suchte Spiritualität und fand zur Technik. Wurde von seiner Mutter verstoßen und fand nach Jahrzehnten seine Halbschwester, zu der er eine sehr innige Beziehung aufbaute.

Der Autor versteht es dem Leser selbst die Wahl zu lassen. Er bekommt keine Meinung vorgesetzt, sondern gut recherchierte Fakten. Viele Menschen kommen zu Wort und zeichnen ein gegensätzliches Profil. Sie selbst müssen am Ende entscheiden, ob Sie diesen Mann mögen oder nicht.

PS: Wer die zum Teil etwas saloppe deutsche Übersetzung nicht hören möchte und des Englischen mächtig ist, sollte zum Original greifen.

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