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18.Mai
2011

Winterkartoffelknödel – Ein Provinzkrimi

Benjamin Jendro

Zugegeben, der Name des Hörbuchs geht nicht unbedingt leicht über die Lippen, bleibt aber hängen: Winterkartoffelknödel. Man könnte es einen Provinzkrimi nennen, Regionalliteratur, oder was es sonst noch für Wörter für dieses Genre gibt. Auf jeden Fall ist Winterkartoffelknödel ein lustiges Buch, sofern man trockenem Humor aus Bayern etwas abgewinnen kann.

Der Roman spielt im oberbayrischen Dorf Niederkaltenkirchen. Einem Ort, den es so nicht gibt, den aber viele wiedererkennen werden. Franz Eberhofer wurde hierhin strafversetzt und bekommt die Krise. Eine fast taube Oma und ein invalider Vater. Herrlich! Und in all der Idylle gibt es auch nichts wirklich zu ermitteln. Bis ihm das tragische Unglück einer Familie komisch vorkommt. Ein Unfall? Nein! Eberhofer ermittelt und kommt einigem auf die Spur.

Doch im Grunde geht es nicht hauptsächlich um die Aufklärung des Unfalls. Die regionale Mundart und die Charaktere des Dörfchens sind das Salz in der Suppe. Wo Skandinavier ein dunkles Bild der menschlichen Psyche in ihren Kriminalromanen zeichnen, kann gelacht werden. Es wird ein uriges Bild der Umgebung dargestellt, das für viele nicht fremd sein dürfte. So stellt man es sich vor, bzw. hat es selbst schon auf dem Lande erlebt. Sicher, hier und da wird etwas überspitzt, aber im Grunde bleibt es realistisch und könnte sich tatsächlich genau so abgespielt haben.

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